Hier könnt ihr nachlesen, wie es mir bei meinem FSJ in la Paz ergeht :)

Sonntag, 11. September 2011

Death Road (und wie Mat den Tod überlistet hat)

Gestern sind wir den „camino de la muerte“ mit dem Mountainbike runtergefahren. Nachdem wir so gegen 8:45 Uhr abgeholt wurden (ausgemacht war 8 Uhr, aber wir sind ja hier in Bolivien…), sind wir eine Stunde zu unserem Ausgangspunkt auf ca. 4700 Metern gefahren. Die Landschaft war auf dieser Höhe kahl und ohne Vegetation, außerdem war es arschkalt. Hier wurde uns unsere Ausrüstung (Helm, Knie- und Ellenbogenschoner, gelbe Weste, Hose) gegeben und dann ging’s endlich los:
Zuerst auf einer geteerten Straße ziemlich schnell nach unten, bis wir zum zweiten Teil der Strecke kamen: der Todesstraße dedededeeeeem.
Auf diesem Abschnitt gab es nur noch einen schmalen Schotterweg und den Namen hat sich die Straße wirklich verdient. Denn auf der linken Seite geht es einen 900 Meter tiefen Abgrund hinunter. Dieser Abgrund ist auch an mehreren Stellen mit Kreuzen für Gefallene geziert. Richtig schön war es aber, zu beobachten, wie es mit jedem Meter abwärts grüner und wärmer um uns herum wurde bis wir nach mehreren Stunden in Coroico (auf 1700 Metern) in den Yungas ankamen.




Doch vorher noch Mats Sieg über den Tod: Als wir anhalten wollten, um ein Foto zu machen und die atemberaubende Aussicht zu genießen, fuhr Mat an den Rand und wollte sich mit dem linken Fuß abstützen. Leider war an dieser Stelle nur ein bisschen Gras, aber kein Boden. Mat hat also das Gleichgewicht verloren und ist gemeinsam mit seinem Fahrrad in den Abgrund gestürzt. Ich habe nur einen Schrei von Anna gehört und keiner wusste wirklich was gerade geschehen war. Einige glaubten, es sei nur ein Fahrrad abgestürzt. Doch nach einigen Sekunden des Schocks haben wir Mat ca. 3 Meter weiter unten mit seinem Fahrrad auf einer Art Absatz stehen sehen. Ihm ging es gut und mit einem Seil konnten wir ihn wieder nach oben ziehen.


In Coroico schließlich war es wunderbar warm und wir wurden zu einem Hotel gebracht. Dort gab es ein Buffet und wir konnten uns am Pool mit einem Mojito erfrischen, bevor es gegen Abend wieder die neue, ungefährliche Straße mit dem Minibus Richtung La Paz zurückging…




Wie im Paradies

Samstag, 10. September 2011

Kamisaki, Sutijax, Walikiskiwua und Co

dubldudum ... das war Aymara :)
Seit dieser Woche nehme ich Aymara- Unterricht ... sehr lustig muss ich sagen, weil sich die Sprache wie eine Mischung aus Chinesisch und Schweizerisch anhört. Lukas, Chrissi und ich röcheln uns ab sofort jede Woche 2mal mit unserem Aymara Lehrer Juan (oder Jorge???) durch die Grammatik der Einheimischensprache. Meine Beneficiarios (= die Leute, mit denen ich spare) freuen sich jedenfalls, wenn ich ihnen auf Aymara einen Guten Tag wünsche. Freddy und Ricardo, zwei meiner Schuhputzer, haben sich zusätzlich in den Kopf gesetzt, mein Aymara-Vokabular durch irgendwelche schweinischen Worten, wie zB. anisiñani, zu ergänzen :)
Leider verstehe ich noch nich ganz, wenn Juan/Jorge mir die Sprache näher zu bringen versucht, aber ich hoffe, dass sich das in den nächsten Wochen noch ergibt...